Verbessern Sie die Öffnungsraten Ihrer E-Mail-Kampagnen – Teil 1: Die E-Mail-Basics

In E-Mail-Marketing von Ralph HesseLeave a Comment

Für jeden E-Commerce-Betreiber ist E-Mail-Marketing ein wichtiges Standbein. Schließlich ist dies der einfachste, schnellste und günstigste Weg, mit seinen Kunden und Interessenten zu kommunizieren.

Umso wichtiger, dass Ihre E-Mails ankommen und gelesen werden.

Was können Sie also tun, um die Öffnungs- und Klickrate zu verbessern? Ich persönlich liebe das Paretoprinzip und die 80:20-Regel. Auch beim E-Mail-Marketing können Sie diese nutzen.

Eine Studie der „Experian Marketing Services“ hat ergeben: Die Betreffzeile ist mit 62 % das wichtigste Element einer E-Mail. Nichts hat einen größeren Einfluss auf Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne. Konzentrieren Sie sich also zunächst darauf.

Hier ein paar weitere Tipps, die Ihnen sicher weiterhelfen:

1. Der Absendername

Einige Marketer nutzen den Namen eines Mitarbeiters als Absendername für ihre Kampagnen. Das können Sie machen, hat jedoch den Nachteil, dass dieser Name nicht auf Ihre Marke einzahlt: Selbst ungelesene E-Mails, die sofort gelöscht werden, werden schließlich in der Nachrichtenübersicht gesehen und mit ihrem Absender wahrgenommen.

Action-Tipp: Markennamen als Absendername verwenden.

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2. Die Rückantwort-Adresse

Machen Sie es Ihren Kunden so einfach wie möglich, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Eine E-Mail-Adresse wie „no-reply@“, unter der Sie gar keine Nachrichten empfangen oder, macht es Ihren Kunden schwierig, Sie zu erreichen. Stellen Sie sich vor, ein Kunde hat eine Frage an Sie, antwortet auf Ihre letzte E-Mail und bekommt nur eine Fehlermeldung oder womöglich gar keine Antwort.

 Wenn Sie eine Rückmeldung von Ihren Kunden zu einem Thema wünschen, haben Sie mit einer Rückantwort-Adresse auch die Möglichkeit, Ihre Leser direkt aufzufordern, auf die E-Mail zu antworten. Was könnte einfacher sein.

 Die Abwesenheitsbenachrichtigungen, die Sie dann ebenfalls zwangsläufig zugestellt bekommen, können Sie mit ein paar einfach Regeln automatisch löschen.

Action-Tipp: Echte E-Mail-Adresse als Absenderadresse verwenden.

3. Die Betreffzeile

Wenn Sie sonst nichts aus diesem Artikel mitnehmen, empfehle ich Ihnen, wenigstens diesen Teil zu lesen.

 Die Betreffzeile ist mit über 60 % das wichtigste Element Ihrer E-Mails. Verwenden Sie also darauf die meiste Zeit bei der Kampagnenplanung.

 Leider wird es oft genau umgekehrt gemacht: Grafik und der Text werden mehrfach diskutiert und geändert, und am Schluss fällt auf, dass überhaupt niemand an den Betreff gedacht hat.

 Testen Sie mindestens 2 verschiedene Betreffzeilen, besser 4 oder 5, und entscheiden Sie sich für den Betreff mit der besten Öffnungsrate. Das muss gar nicht lange dauern. Wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, am Vortag zur eigentlichen Kampagnenaussendung die Testmails für die Betreffzeilen zu verschicken, dann haben Sie innerhalb von wenigen Stunden die Ergebnisse. Das geht sogar am gleichen Tag – vormittags die Testmails und am Nachmittag die eigentliche Kampagne verschicken.

Fassen Sie sich kurz, der Betreff sollte nicht mehr als 50 Zeichen umfassen. Wenn es länger wird, achten Sie darauf, dass in den ersten 50 Zeichen das Wichtigste enthalten ist. Mehr zeigt der E-Mail-Client in der Vorschau nicht an und ist für die Öffnung daher nicht relevant.

Probieren Sie doch mal den Namen des Kunden in den Betreff einzufügen oder noch besser den Namen der Stadt, in der der Kunde wohnt.

Genauso kann hier eine Frage Wunder wirken für die Öffnungsrate. Aber führen Sie Ihre Kunden nicht in die Irre: Was Sie im Betreff schreiben, muss in der Mail auch erfüllt werden. In die Irre führen klappt sicher einmal, aber Sie verspielen auch ganz schnell das Vertrauen.

Ansonsten funktioniert Dringlichkeit und Verknappung sehr gut.

Action-Tipp: Betreff in den Fokus der Planung stellen – und testen, testen, testen!

4. Vorschau der E-Mail

Jedes E-Mail-Programm zeigt eine kurze Vorschau in der Übersicht an. Überprüfen Sie, was hier von Ihren E-Mails angezeigt wird. Es macht keinen Sinn, wenn dort steht: „Nicht richtig dargestellt? Im Browser öffnen.“ Nutzen Sie die Vorschau sinnvoll als Erweiterung Ihrer Betreffzeile.

Action-Tipp: Vorschau prüfen und als Betreffzeilen-Erweiterung einsetzen.

5. Das Design

Auch hier gilt, weniger ist mehr. Definieren Sie einmal Ihr Branding und bleiben Sie dann dabei. Es verwirrt Ihre Kunden, wenn Sie dies zu häufig verändern.

Und mein Credo ist: „Wer verwirrt, verliert.“

Haben Sie im Supermarkt auch schon ein Produkt gesucht, das Sie regelmäßig kaufen und von dem Sie eigentlich wissen, wo es üblicherweise steht? Und haben dann irgendwann festgestellt, die Verpackung hat sich mal wieder verändert?

Vermeiden Sie übertriebene Grafiken und viele GIFs: Diese werden von den E-Mail-Providern gerne als Kriterien verwendet, um solche Nachrichten als Werbung – oder schlimmer: als Spam – einzustufen. 

Achten Sie auf die Gesamtgröße aller Bilder: Ist diese zu groß, kommt es beim Öffnen zu Verzögerungen und der Leser muss warten, bis alles geladen ist und sichtbar wird.

Action-Tipp: Definieren Sie einmal Ihr Design und bleiben dabei.

6. Der eigentliche Text

Übertreiben Sie es nicht mit der Optimierung des Textes. Schreiben Sie in korrekten, aber einfachen, verständlichen und präzisen Worten.

Je ausgefallener und hochtrabender die Worte gewählt sind, die Sie einsetzen, desto weniger wird Ihr Text gelesen und verstanden werden.

Action-Tipp: Einfach und präzise formulieren.

7. Wann verschicken?

Um es gleich vorwegzunehmen: Es gibt sie nicht, die eine optimale Zeit, Ihre E-Mails zu verschicken.

Daher halten Sie es einfach – schauen Sie, wann die meisten Bestellungen eingehen und senden Sie Ihre E-Mails 1 bis 3 Stunden vor diesen Zeiten.

Unabhängig davon testen Sie einfach mal verschiedene Zeiten und Tage, jede Zielgruppe ist anders.

Action-Tipp: 1–3 Stunden vor den Peak-Verkaufszeiten verschicken.

8. Mobil optimieren

Die meisten E-Mails werden mobil gelesen, hier sind Raten von 50–60 % üblich. Daher verwenden Sie große Schriften, große Buttons und ein einfaches Design, das schnell geladen wird. Achten Sie darauf, dass auch Ihre E-Mails responsiv gestaltet sind.

Prüfen Sie ob, dass alles sauber und korrekt auf dem Smartphone und auf dem Desktop dargestellt wird.

Action-Tipp: Stets auch am Smartphone die korrekte Darstellung prüfen.

9. Ohne Bilder kontrollieren

Viele E-Mail-Programme laden keine Bilder und stellen nur den Text dar. Ich gehe von ca. 30 % aller Empfänger aus, die ihr E-Mail-Programm so konfiguriert haben.

Apropos, das verfälscht auch Ihre Öffnungsrate: Diese wird durch eine kleine Grafik in der E-Mail ermittelt, die bei den betreffenden Empfängern nicht geladen wird – so können diese als Leser auch nicht erfasst werden. 

Da es sich hierbei um einen relevanten Anteil handelt, achten Sie darauf, dass Ihre E-Mails auch dann verstanden werden, wenn keine Bilder geladen werden. Am besten, Sie richten sich eine Test-E-Mail-Adresse ein und prüfen jede E-Mail vor dem Versand. 

Wenn der Leser Ihre E-Mail öffnet und nur große weiße Flächen sieht, wird er eher kaum geneigt sein, weiterzulesen.

Action-Tipp: E-Mails mit abgeschalteten Bildern kontrollieren.

Meine Empfehlung: Konzentrieren Sie sich auf die Betreffzeile und versuchen Sie so, die Öffnungsrate Ihrer E-Mails zu erhöhen. Dadurch werden Sie, ohne sonst etwas ändern zu müssen, mehr Klicks zu Ihrem Shop erhalten und somit auch mehr Verkäufe erzielen.

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